Zum ersten Male
wurden im Bischöflichen
Cusanus Gymnasium in Koblenz
Gene mit Hilfe von Plasmiden
in Bakterienzellen eingeschleust und diese Bakterien geklont.
Leistungskurs
BIO12/3 |
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Leistungskurs BIO13/2 |
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Die blauen Kolonien bestehen aus den mit neu eingeschleusten Genen geklonten Escherichia coli - Bakterien. Eine zweite Selektionsplatte mit 100µl ausplattierter Zellsuspension auf LB/Amp/IPTG/X-Gal-Nährboden zeigte 1 blaue und 1611 weiße Kolonien. |
Die Schüler der Biologie Leistungskurse Bio13/2 und Bio12/3 führten gemeinsam das sogenannte Blue Genes Experiment für das Fonds der Chemischen Industrie im Verband der Chemischen Industrie e.V., Frankfurt uns Reagenzien und Geräte im Werte von ca. 2000,-DM zur Verfügung stellte, durch. Beide Klassen wurden vor der Durchführung des Experimentes in allen Einzelschritten mit Theorie, Versuchsablauf und Gerätebedienung (je drei Unterrichtsstunden) vertraut gemacht. Da die Unterrichtstunden der beiden Kurse direkt hintereinander lagen, konnte die eine Klasse die Versuche mit Übergabeprotokollen an die andere zur Fortführung übergeben. Das Experiment lief von Dienstag bis Freitag und wurde insgesamt 11 Stunden von beiden Klassen zusammen betreut und danach getrennt jeweils eine Stunde ausgewertet. Innerhalb der Klassen wurde teils arbeitsteilig, teils parallel gearbeitet.
Im Experiment wird das lacZ-Gen übertragen. Das lacZ-Gen exprimiert
ß-Galktosidase. Lactose und X-Gal (5-Brom-4chlor-3indolyl-ß-D-galktosid)
können beide als Substrat von dem Enzym ß-Galktosidase gespalten
werden. Während ß-Galktosidase Lactose in Glucose und Galactose
spaltet, wird X-Gal hydrolysiert und durch Luftoxidation zu einem blauen,
schwer löslichen Indigofarbstoff umgesetzt. X-Gal dient also
zum Nachweis der ß-Galktosidase-Wirkung. IPTG (Isopropyl-ß-D-Thiogalktosid)
wirkt dabei als Induktor und löst den aktiven Repressor vom
Operator des lacZ-Operons. Das in der Abbildung dargestellte Modell wurde
mit DYNASYS erstellt.

Die Versuchsreihe läuft in 4 Schritten ab:
1. Der Plasmidring pBR322 wird durch das Restriktionsenzym
NheI geöffnet (Restriktion).
2. Das lacZ-Gen wird in den Plasmidring pBR322 eingebaut (Ligation).
3. Das entstandene pBR322 lacZ+ wird in eine LacZ-Mutante
von Escherichia coli transformiert (Transformation).
4. Die transformierten Bakterien werden geklont. Die Bakterienklone
mit der neukombinierten DNA werden mit Hilfe des Selektionsmarkers Ampicillin,
das der transformierte Plasmidring zusätzlich enthält,
isoliert (Selektion).
Zur Kontrolle wurde nach der Ligation eine DNA-Analyse
durch Elektrophorese durchgeführt.