Amphibien
Fabian Schattner
Im Remstecker Bachtal finden wir folgende Amphibien: Grasfrosch, Erdkröte, Bergmolch und Feuersalamander. Nur vom Feuersalamander haben wir die Larven im Remstecker Bach gefunden, die Larven der übrigen Amphibien im Stauteich neben der Waldökostation.
Amphibien (Lurche) gehören zur Gruppe der Wirbeltiere, sind aber mit nur ca.2000 Arten eher seltene Vertreter. Sie zeichnen sich dadurch aus, das sie einen Teil ihres Lebens (Larvenstadium; Paarungszeit) im Wasser verbringen. Lurche führen den Gang der Entwicklung vom Wasser- zum Landwirbeltier vor: ihr Gang an Land erinnert noch an das Schlängeln von Fischen, ihre Gliedmaßen sind jedoch denen von Landwirbeltieren sehr ähnlich. Im Gegensatz zu den Kriechtieren (Eidechse) tragen die ebenfalls auf filigran anmutenden Gliedmaßen eher „kriechenden“ Amphibien keine Schuppen auf ihrer nackten drüsenreichen Haut. Sie sind auf eine feuchte Umgebung angewiesen, was durch hohe Luftfeuchtigkeit oder Nähe zu einem Gewässer gewährleistet sein kann. Im Wasser atmen die Lurche durch Kiemenbüschel, an Land durch relativ primitive Lungen, wobei die Hautatmung in beiden Fällen eine wichtige Rolle spielt. Die Gruppe der Lurche zerfällt in Molche (z.B. Bergmolch) und Salamander. Sie bilden eine zusammengehörende Familie, die Salamandriden. Von ihr unterscheiden sich die beiden anderen Familien der Schwanzlurche, die in Europa vorkommen: die Familie der Olme (Proteidae) und die der lungenlosen Salamander. Des weiteren gibt es noch die Familie der Frosch- oder schwanzlosen Lurche, zu der Frösche, Kröten und Unken gehören. Die meisten Amphibien legen Eier aus denen sich zumeist unter Wasser Larven (Frösche- >Kaulquapen) entwickeln. Nur wenige Arten können lebende Jungtiere gebären, der Feuersalamander setzt fertige Larven ab, der Alpensalamander sogar fertige Jungsalamander. Amphibien sind wechselwarmeTiere d.h. sie sind auf einen frostfreien Überwinterungsplatz angewiesen.
Weitere Auskünfte: Hansjoerg Groenert