Die bekanntesten Gattungen dieser Familie sind die der Anopheles - Fliegen (auch als Malaria - Mücke bekannt) und die bei uns häufig vorkommenden Stechmücken der Gattung Culex.
Verbreitung und Artbestand: Die Familie der Stechmücken ist mit ihren rund 2500 Arten fast überall auf der Erde zu finden, das größte Vorkommen befindet sich jedoch in den Tropen.
Größe: Die Larven von Culex und Anopheles erreichen eine Länge von etwa 10mm. Eine weitere Stechmückenart, die der Büschelmücke, kann eine Länge von bis zu 15mm im Larvenstadium aufweisen.
Färbung: Die Culex - Larve ist grau - braun gefärbt, die Larve von Anopheles hingegen eher grünlich.
Lebensraum: Die beiden, hier beschriebenen Stechmückenlarven verbringen die meiste Zeit an der Wasseroberfläche stehender Gewässer. Nur bei einer, von ihnen so empfundenen, Bedrohung, wie z.B. Erschütterung des Wasserspiegels, tauchen sie in das tiefere Wasser ab.
Körperbau und Atmung: Der Körperbau der Anopheles - und der Culex - Larven sind sehr ähnlich. Beide Arten haben ein ziemlich kräftiges Kopfbruststück und acht Hinterleibssegmente. Der einzige Unterschied besteht im Atmungssystem. Die Culex - Larven besitzen, im Gegensatz zur Anopheles - Larve, ein Atemrohr, das am letzten Hinterleibssegment zu finden ist. An der Spitze der Röhre befinden sich zwei runde Löcher ( die Öffnungen des Tracheensystems ). Sie sind von 5 dreieckigen Chitinspitzen umgeben, die sich, sobald sie unter Wasser geraten, kegelartig über den Öffnungen verschließen. Die Culex - Larve hängt also während der Sauerstoffaufnahme mit dem Kopf nach unten. Die Öffnungen des Tracheensystems bei der Anopheles - Larve befinden sich in einer seichten Vertiefung auf der Rückenseite des 8. Hinterleibsegmentes, so daß diese Art beim Gasaustausch waagerecht an der Unterseite des Wasserspiegels hängt.
Nahrung und Nahrungsaufnahme: Durch eine Art Schlängelbewegung der weichen, langen Borsten, die sich auf den beiden Seitenteilen der Oberlippe der Culex - Larven befinden, werden zwei Wasserwirbel erzeugt, die frische Nahrung (Algenzellen, etc.) herbeiführen. Nicht genehme Detritusteilchen werden dabei, mit Hilfe der Mundwerkzeuge ausgesondert. Die Anopheles - Larve, die ihren Kopf um 180° drehen kann, weidet meist die Unterseite des Wasserspiegels ab.