Planarien
Kerstin Klos
Planarien sind Indikatoren für die Wassergüteklasse I oder II (unbelastet bis sehr gering belastet bzw. gering belastet). Sie sind lange, flache, gallertartige Tiere, meist dunkel (schwarz, grau, braun) oder schmutzig-weiß gefärbt. Der Körper der Planarien ist hinten zugespitzt, vorne erkennt man den Kopfteil. In ihrem Körper sind viele längliche Sekretkörper (Rhabditen) eingelagert, die ausgestoßen werden können und im Wasser schleimig aufquellen. Sie dienen als Angriffs- und Verteidigungswaffen und zur Einhüllung der Beutetiere mit Schleim.
Der Darm ist in 3 Äste gegabelt, die zum Teil auch sich miteinander vereinigende Seitenzweige besitzen. Sie ernähren sich hauptsächlich von lebenden und toten Tieren. Die Nahrung wird durch Geruchsorgane (Flimmergruben) aufgespürt und mit dem Schleim der Rhabditen eingehüllt. Ein sonst versteckter Rüssel stößt mehrmals vor und läßt Verdauungssekrete austreten. Die daraufhin fast aufgelösten Gewebe der Beute werden schließlich aufgesaugt. Planarien können monate- und jahrelange Hungerzeiten gut aushalten.
Planarien sind Zwitter. Bei der Paarung tritt jedes Tier sowohl als Männchen als auch als Weibchen auf. Die Eier werden zu Kokons vereinigt abgelegt. Aus den Eiern schlüpfen sofort die fertigen Planarien, es treten also keinen Zwischenstadien auf.
Planarien leben am liebsten in kühlerem, bewegtem Wasser (Quellen, Bäche, Brandungszone der Seen). Sie sind sehr lichtscheu und befinden sich daher immer auf der vom Licht abgewandten Seite, also unter Steinen, Blättern oder Holzstücken.
Dugesia gonocephala (Dreieckskopf-Strudelwurm)
Crenobia alpina (Alpenstrudelwurm)
Weitere Auskünfte: Hansjoerg Groenert