Die Untersuchungen von Simbrey (13) zeigen, daß Steinfliegen, Eintagfliegen, die meisten Köcherfliegen, dunkle Strudelwürmer und Hakenkäfer 6-8 mg, Flohkrebse, die Köcherfliege "Hydropsyche" und Schneckenegel 4-6 mg/l, weiße Strudelwürmer, Plattenegel, Wasserasseln und Schlammschnecken 2-4 mg/l, Tubifex, rote Zuckmückenlarven, Waffenfliegen- und Rattenschwanzlarven 2 mg/l Sauerstoff im Minimum benötigen. Der Sauerstoffgehalt im Gewässer ist abhängig von Temperatur, Luftdruck, Strömungsgeschwindigkeit, Leitffähigkeit und Abbauprozessen wie z.B. von Ammonium über Nitrit zu Nitrat. Deshalb kann man Gewässerorganismen als "Zeigertiere" für den Sauerstoffgehalt eines Gewässers ansehen. Darüber hinaus sind die Lebewesen eines Gewässers von weiteren Parametern, die für die Wasserqualität (vergl. G.R.E.E.N.-Index) und die chemische Beurteilung eines Gewässers (vergl. Bachindex) von Bedeutung sind, direkt oder indirekt abhängig (vernetztes System). Während chemische und physikalische Messungen in einem Gewässer immer nur "Momentaufnahmen" sind, die streng genommen nur für den Zeitpunkt der Untersuchung gültig sind, ermöglichen Lebewesen die Gewässerqualität für einen größeren Zeitraum zu beurteilen. Abgesehen davon ist die biologische Untersuchung kostengünstiger und umweltfreundlicher.

Die Tiere werden unter Berücksichtigung aller Einnischungsmöglichkeiten mit Sieben und durch Abfegen (Pinsel) von Steinen, Holzteilen etc. gefangen

und dann nach Engelhard (1), Meyer (2), Schorr (3), Wellinghorst (4) Nagel (5), Brohmer (6) oder anderen bestimmt.