Hominidenentwicklung
Hansjörg Groenert

Die Wiege der Menschheit stand wahrscheinlich in Ostafrika!


Abbildung aus NATURA 3 (Seite 392), Biologie für Gymnasien, Klett-Verlag, Stuttgart, 2. Auflage

Vor 18 Millionen Jahren lebte in Afrika der Proconsul africanus oder Dryopithecus. Er stand dem gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen sehr nahe.
Die ältesten Hominiden sind die Australopithecinen, deren Fossilbelege (alter 4,5 bis 1 Million Jahre) nur aus Afrika bekannt sind.

Das Foto zeigt den Australopithecus robustus mit dem typischen Scheitelkamm

Kinderschädel des grazilen Australopithesus afarensis aus Taung, Südafrika. Das 1970 von Donald Johanson in Äthiopien entdeckte, recht vollständige, 3 Millionen Jahre alte Skelett des grazilen Australopitecus afarensis „Lucy" deutet durch seine Becken- und Beinknochen auf aufrechten Gang.
Mary Leakey entdeckte 1978/79 in Laetoli 3,5 Millionen Jahre alte Fußspuren, die beweisen, daß die Australopithecinen aufrecht (nach einem Vulkanausbruch durch die feuchte Asche) gingen.
Der älteste Vertreter der Gattung Homo, zu der der heutige Mensch auch gehört, ist der Homo habilis (habilis = befähigt), bei dem man die ersten einfachen Steinwerkzeuge (Olduvan-Industrie) fand. Er lebte vor 2,3 - 1,9 Millionen Jahren.
Der Homo habilis wurde durch den Homo erectus, der vor 1,8 Mio. bis 130 000 Jahren lebte, abgelöst. Er benutze Feuer, jagte und stellte Steinwerkzeuge her. Dieser wanderte aufgrund der Klimaverschlechterung (geologische Veränderungen bewirkten, daß Ostafrika in den Regenschatten von Gebirgen geriet und dadurch der tropische Regenwald sich in Savannenlandschaft wandelte) von Afrika nach Asien und später auch nach Europa und war der erste europäische Hominide.
Homo erectus in Deutschland: Unterkieferknochenfund aus Mauer bei Heidelberg

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