Empathie – Anatomie einer Zauberformel

Vortrag und Performance-Kunst im Rahmen des rheinland-pfälzischen Kultursommers

Empathie scheint eine neue Zauberformel zu sein. Empathie wird in der Wirtschaft wie in der Psychotherapie oder auch in der Religion als Leitbegriff für ein gelingendes Miteinander verwendet. Mancherorts wird sogar die Zukunft unserer Gesellschaft von der Empathie abhängig gemacht und ein Schulfach Empathie gefordert. Doch was sind die grundlegenden, wissenschaftlichen Erkenntnisse und geistesgeschichtlichen Hintergründe dieses Begriffs? Viel wurde über die so genannten „Spiegelneuronen“ geschrieben, die bei Affenexperimenten entdeckt wurden:  Dort wurde gezeigt, dass beim Zuschauen der Bewegung eines anderen die gleichen Bewegungsneuronen „gezündet“ werden wie beim eigenen Sich-Bewegen. Doch ist Empathie nicht mehr? Gehört dazu nicht auch das Sich-Eindenken-Können in „fremde Welten“ – reale wie fiktive? Was können wir von der Beschäftigung mit der Empathie für unseren Alltag und unseren Beruf lernen?
Das Ziel der Veranstaltung ist die Auseinandersetzung mit Empathie auf der Basis verständlich vermittelter, wissenschaftilcher Erkenntnisse und der Performance „Death is certain.“ der renommierten Kunstlerin Eva Meyer-Keller (Berlin). Kulturwissenschaftliche Empathieforschung und Performance können das Thema daher aus ungewohnten Perspektiven betrachten.

Veranstalter sind Prof. Dr. Wolf-Andreas Liebert und Studierende der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Koblenz, der Volkshochschule Koblenz und dem Zentrum für zeitgenössisches Theater und Performance.

Unterstützt wird die Veranstaltung vom Freudeskreis der Universität.
Die Veranstaltung findet am 2. Juli 2016, 11.00-13.00 Uhr in der Stadtbibliothek, Forum Confluentes statt (Zentralplatz 1, 56068 Koblenz). Die Teilnahme ist kostenfrei.